Prominente Fallbeispiele

Der Goldschatz aus der Pariser Straße „Rue Mouffetard“

Bei Abrissarbeiten in dem Gebäude Nr. 51-53 der Pariser Straße rue Mouffetard fanden die Bauarbeiter am 24 Mai 1938 einen sagenhaften Schatz von über dreitausend Goldstücken.

Bei dem Goldschatz befand sich eine verschnürte Schriftrolle, die die testamentarischen Verfügungen von Louis Nivelle enthielt. Der angesehene Anhänger des Jansenismus, Junker, Mitglied des Beraterkreises und Sekretär „conseiller secrétaire“ am Hof des französischen Königs und Gerichtsdiener „audiencier“ in der königlichen Kanzlei Chancellerie du Palais war am 10. September 1757 verstorben. Zuvor hatte er seinen Schatz versteckt, um ihn vor feindseligen Zugriffen zu schützen. Die Bauarbeiter, die den Schatz entdeckt hatten, beanspruchten die Hälfte seines Wertes. Die andere Hälfte wurde – ungefähr drei Jahrhunderte nach dem Tod von Nivelle – unter den aus dieser Linie stammenden erbberechtigten Personen aufgeteilt. Die endgültige richterliche Entscheidung wurde den durch das Büro Andriveau ermittelten 84 Erben am 2. Juni 1949 durch das Zivilgericht Tribunal civil de la Seine verkündet. Den Erben wurden 83% der Goldstücke zugesprochen. Der restliche Teil wurde zwischen der Stadt Paris als Eigentümerin des Gebäudes und den Bauarbeitern aufgeteilt.

Die französische Schauspielerin „Arletty“


Die Tochter eines Leiters eines Trambahndepots, Léonie Bathiat, genannt Arletty, wurde am 15. Mai 1898 in Courbevoie geboren. Sie war unter dem Pseudonym Ariette Mannequin bei dem Modeschöpfer Poiret und wechselte ihren Namen in Arletty, als ihre Fotos in Modezeitschriften präsentiert wurden. Ab dem Jahr 1930 arbeitete sie als Schauspielerin und spielte für Sacha Guitry, Michel Simon, Jacques Prévert sowie für Marcel Carné in dem Film Kinder des Olymp (Les enfants du Paradis, 1945).

Sie starb am 23. Juli 1992 in Paris.

Die französische Sängerin „Yvonne Printemps“


Yvonne Wigniolle Dupré, bekannt unter dem Namen Yvonne Printemps, wurde am 25. Januar 1894 in Ermont geboren. Nach ersten Bühnenauftritten in der Pariser Music-Hall Folies Bergères startete sie eine Karriere als Operettenschauspielerin in den angesehensten Theatern der französischen Hauptstadt. Dort begegnete sie vor allem Maurice Chevalier und dem Mann, den sie später heiratete, Sacha Guitry, der sie im Übrigen auch als Kinoschauspielerin einführte. Yvonne Printemps verstarb am 18. Januar 1977 in Neuilly-sur-Seine.

Der mit der Abwicklung ihres Nachlasses betraute Notar vertraute diese Aufgabe dem Büro Andriveau an.

Die französische Künstlerin und Freundin Pablo Picassos „Dora Maar“


Henriette Marcovitch, Malerin und Fotografin, Tochter eines kroatischen Architekten, wurde am 22. Dezember 1907 in Tours geboren. Ihre ersten künstlerischen Schritte machte sie an der Seite von Man Ray. Bekannt wurde sie jedoch durch ihre Beziehung zu Pablo Picasso, mit dem sie von 1963 bis 1945 befreundet war. In der Umsetzung des Bildes Guernica wurde Picasso von ihr unterstützt. Sie hinterließ zahlreiche surrealistische und kubistische Werke und verstarb am 16. Juli 1997 in Paris.